Engagement – Was ist das eigentlich?

Ich möchte mich ja auf senfdazu.net ein bisschen mit dem Thema Engagement auseinander setzen. Ich möchte für Menschen ein Angebot bieten, die sich auch mit dem Thema „Engagement“ auseinander setzen, die bereits privates oder ehrenamtliches Engagement aktiv betreiben, die es noch vor haben oder zumindest für die, die insgesamt Interesse an diesem Thema haben. Deswegen wollte ich unbedingt, dass einer meiner ersten Artikel das Wort „Engagement“ erst einmal genauer definiert. Als ich zu diesem Thema recherchierte, war ich allerdings selbst verblüfft, wie wenig das Wort doch (unberechtigterweise) aussagt und wie viel Begriffe es doch für die, eigentlich, gleiche Sache gibt.

Engagement – Was gibt es für Engagements?

Engagement sieht, hört bzw. liest man, in der Regel, nicht mehr alleine.
Wenn man nach der Wortbedeutung sucht, wird das Wort meistens nur mit Verpflichtung und Einsatz erklärt. Deswegen findet man mittlerweile wahrscheinlich auch immer häufiger ein Wort vor dem Wort, auch wenn ich finde, dass man mit dem Wort „Engagement“ eigentlich schon genug Positives interpretieren kann. Auf jeden Fall glaube ich, dass „Engagement“ mehr ist als Verpflichtung und Einsatz.

Ich finde, es ist eine Lebenseinstellung und Emotionen und wahrscheinlich noch ein bisschen mehr.
Privates Engagement, soziales Engagement, ehrenamtliches Engagement, gesellschaftliches Engagement, pro-bono-Engagement, bürgerschaftliches Engagement oder freiwilliges Engagement. Das sind nur ein paar Begriffe die ich beim schnellen Durchblättern auf Google gefunden habe.

Was sagt das Internet?

Schaut man auf Wikipedia nach den Bedeutungen der einzelnen (Doppel-)Begriffe, so klingen die Beschreibungen auf den ersten Blick alle recht gleich. Es stecken immer wieder Wörter wie sozial, handeln, freiwillig und ehrenamtlich (mit Abstrichen) hinter diesen Begriffen.
Zusammengetragen und ausgewertet würde ich persönlich sagen, dass man privates, bürgerschaftliches und freiwilliges Engagement eigentlich gleichsetzen kann. Ehrenamtliches Engagement könnte man eigentlich auch dazu zählen, nur hat man hier die Definition auf ein Amt gelegt.

Alles das Selbe?

Ein normales Mitglied leistet also eher ein bürgerschaftliches Engagement. Das private Engagement könnte man auch locker zum bürgerschaftlichen Engagement hinein nehmen, allerdings habe ich hier wahrgenommen, dass beim privaten Engagement eben keine bzw. kaum Bindungen (also z.B. zu Vereinen) mehr bestehen. Mittlerweile liest man sogar, dass sich Menschen, die sich privat engagieren, nicht mehr so binden möchten. Ich persönlich bin der Auffassung, dass man sich auch in Vereinen keineswegs großartig bindet muss und daher, so unterschiedlich sind privates und bürgerschaftliches Engagement eigentlich garnicht. Aber darauf möchte ich jetzt nicht eingehen. Ein Mitglied mit einem Posten (zum Beispiel, ein Mitglied des Vorstands) leistet ehrenamtliches Engagement.

Schauen wir uns zu diesem Thema nochmal die Beschreibungen auf Wikipedia an. In der Beschreibung zum Thema „Ehrenamt“ habe ich dann eine Kombination gefunden, welche auch interessant klingt: „Freiwillige soziale Arbeit“. Vielleicht könnte man diese Kombination auch in freiwilliges, soziales Engagement“ ableiten. Das wäre nämlich interessant, da der Begriff nämlich wie folgt im Zusammenhang steht:

Heute wird „Ehrenamt“ zunehmend gleichbedeutend mit Begriffen wie „Freiwillige soziale Arbeit“ oder „Bürgerschaftliches Engagement“ verwendet.

Quelle: Wikipedia – Stichwort „Ehrenamt“ – http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenamt (Stand: 11.11.2014)

Also, wäre Ehrenamt oder ehrenamtliches Engagement nichts anderes wie freiwilliges, soziales und bürgerschaftliches Engagement.

Alles sozial?

Bei der Bedeutung des „sozialen Engagement“ fallen in der Beschreibung gleich mehrere Wörter: „ein soziales Handeln, was auf Freiwilligkeit und Ehrenamtlichkeit beruht“. Um einen Unterschied ausfindig zu machen, würde ich mein Augenmerk auf das Wort „sozial“ festlegen. Auch hier erkennt man sofort die Verbindungen zu den anderen Begriffserklärungen. An dieser Stelle erkläre ich auch mal eben das Wort „sozial“, was auch wieder interessant ist. Zu dem Wort „sozial“ gibt es eher, wie soll ich sagen, ungenaue Beschreibungen. Zumindest kann man unter sozial auch eine Menge interpretieren. Ich persönlich empfinde das Wort „sozial“ als innere Einstellung oder inneren (Grund-)Gedanken. Ich würde es beschreiben, wie das Regeln und Schützen menschlicher Werte und Normen, mit dem besonderen Blick auf die schwächere Werteverteilung. Robin Hood war sozial. Bill Gates gilt auch als sozial. Sozial wird gerne mit den Synonymen gesellschaftlich, gemeinnützig, uneigennützig, hilfsbereit, wohltätig, barmherzig, etc. beschrieben.

Engagement – Ein großes Ganzes

Engagement Synonyme
Die meisten dieser Synonyme passen aber garantiert auch in einer Form auf die einzelnen Engagements. Auch in dem Wort sozial stecken also Synonyme die auch in den Engagements genannt werden.
Nachdem wir einen kleinen Einblick in die für mich doch gleichen Formen der einzelnen Engagements erhalten haben, möchte ich vielleicht nochmal etwas anmerken und danach mal selbst versuchen das Wort „Engagement“, Anhang meines jetzigen Wissenstandes zu beschreiben.
Bei meiner Recherche bin ich immer wieder auf die gleichen Informationen gestoßen und immer wieder las ich von wiederkehrenden Begriffen und Wörtern. Da auf Wikipedia die meisten unterschiedlichen (Doppel-) Begriffe erklärt werden, habe ich mich für Wikipedia als Quelle entschieden. Bei meinen Recherchen habe ich aber auch gelesen, dass sich Wikipedia nicht als Quelle eignet, da dort jeder schreiben kann und deswegen möglicherweise die Richtigkeit oder Vollständigkeit in Frage gestellt werden könnte. Für mich war dabei jedoch nicht der gesamte Text entscheidend und vor allem auch nicht wichtig. Ich wollte einfach nur darauf aufmerksam machen, dass die einzelnen Formen des Engagements, also die einzelnen Doppelwörter wie privates Engagement, soziales Engagement, ehrenamtliches Engagement oder bürgerschaftliches Engagement, in den Kernen ihrer augenscheinlich, unterschiedlichen Bedeutung doch immer die gleichen Werte in sich tragen.

Engagement – Meine Erklärung

Das Engagement mit 2 Worten (Verpflichtung und Einsatz) beschrieben werden kann, glaube ich nicht. Zumindest empfinde ich, das Engagement mehr ist als nur ein Einsatz oder eine Verpflichtung. Für mich gehört dazu noch mehr, z.B. Gefühle und Emotionen, eine inneren und äußeren Einstellungen oder auch ein gewisses Wertegefühl.

Ich würde Engagement so beschreiben:

Das Engagement ist eigentlich nichts anderes als eine Aufgabe. Eine Aufgabe für eine gute und helfende Sache. Die Sache entwickelt sich bzw. entsteht in der Regel durch innere und äußere Beweggründe und Interessen.
Egal ob vor dem Engagement nun sozial, bürgerschaftlich, privat, ehrenamtlich oder freiwillig steht, Engagement ist in der Regel immer für eine gute Sache. Denn schließlich würde sich keiner ernsthaft engagieren, wenn es nicht für etwas Gutes wäre.
Engagement bedeutet also zusammengefasst und nach meinen jetzigen Wissenstand:

Engagement ist eine soziale, freiwillige, ehrenwerte und vielleicht emotionale Aufgabe für eine gute, helfende und unterstützungswürdige Sache.

Pascal

Ich finde, dass klingt doch, oder?
Ob das jetzt jedoch den Begriff „Engagement“ konkret und vor allem korrekt beschreibt, wage ich nicht zu bejahen. Meine Recherchen und meine eigenen Auffassungen zu diesem Thema waren zwar schon recht nah zusammen, jedoch wäre es wohl zu unprofessionell, zu behaupten, dass es das jetzt ist. Engagement kann man einfach sehr weit fächern und interpretieren. Und das macht es auch so schwer Engagement in genaue Worte zu fassen. Ich glaube, dass wir hier zumindest alle anderen Wortpaare relativiert haben und gezeigt haben, dass das Wort „Engagement“ alleine, eigentlich schon bedeutend genug ist. „Engagement ist positiv“ und mehr als eine Verpflichtung. Engagement ist eine Lebenseinstellung. Menschen engagieren sich, weil sie davon überzeugt sind. Engagement löst Emotionen aus.
Das Engagement hat also genug Wert, um gefördert zu werden.

Schreibt mir in den Kommentaren, was Ihr zu diesem Thema denkt. Was bedeutet für Euch Engagement? Und ist es für Euch ein Thema bzw. engagiert Ihr Euch?

Und wie kann man Engagement am besten fördern? Natürlich, indem man sich selbst engagiert. Und wie Ihr das machen könnt, erfahrt Ihr garantiert noch in einen meiner nächsten Artikel.


Video auf YouTube schauen

Recherche- bzw. Quellenangaben:

1) Duden – Stichwort “ Engagement“ – http://www.duden.de/node/676303/revisions/1080032/view (Stand: 11.11.2014)
2) Duden – Stichwort „sozial“ – http://www.duden.de/node/646615/revisions/1330045/view (Stand: 11.11.2014)
3) Wikipedia – Stichwort „Ehrenamt“ – http://de.wikipedia.org/wiki/Ehrenamt (Stand: 11.11.2014)
4) Wikipedia – Stichwort „Sozial“ – http://de.wikipedia.org/wiki/Sozial (Stand: 11.11.2014)
5) Wikipedia – Stichwort „Bürgerschaftliches Engagement“ – http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgerschaftliches_Engagement (Stand: 11.11.2014)
6) Wikipedia – Stichwort „Soziales Engagement“ – http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Engagement (Stand: 11.11.2014)
Begriffe falsch dargestellt?

Sollte ich bestimmte Begriffe falsch interpretiert haben oder sollte ich wichtige Inhalte zu den einzelnen Begriffen nicht als Unterschied zu den anderen erwähnt haben, so teilt mir das bitte kurz mit. Vielleicht sind die einzelnen Engagements so ja dann doch deutlicher unterschiedlich und durch Eure Unterstützung können wir mehr Bild hinein bringen. Das ist derzeit mein aktueller Wissensstand.

Engagement – Was ist das eigentlich?

Zuletzt geändert: 10. Oktober 2017 um 11:49 Uhr von Pascal
Autor: Pascal
Pascal
Update: 7. April 201511:49
Artikel-Title: Engagement – Was ist das eigentlich?

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Pascal Doden ist Gründer des Projekts bzw. der Internetseite / des (V-)Blogs senfdazu.net.
Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Allerlei Themen wie Computer, Internet (u.A. darunter Themen wie Medien, Recht, Open Source, Web-Anwendungen, Homepage, Sozial Marketing), Engagement, Ehrenamt (Vereinsmanagement) und einiges mehr.
Eine weitere Leidenschaft ist das kochen. Für ihn ist es wichtig, mit möglichst frischen Zutaten und wenig Aufwand, möglichst viel zu erreichen. Dabei setzt er jedoch nicht immer unbedingt auf die Ästhetik der Gerichte.

Sein Anspruch - Gutes muss nicht immer komplex, perfekt und teuer sein. Manchmal ist zu viel, zu viel und manchmal auch zu wenig, zu wenig. Es kommt halt immer individuell drauf an.

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