Kennt ihr das auch? Ihr besucht mit Eurem Smartphone oder Tablet eine Internetseite und gelangt dann auf eine Seite, die man ständig vergrößern und verkleinern muss oder wo man nur am hin und her scrollen ist?
So macht das Surfen doch echt keinen Spass, oder? Abhilfe könnte hier eine responsive Webseite schaffen.
Bevor wir jetzt aber über die Vorteile von responsives WebDesign sprechen, sollten wir das Wort „responsive“ erst einmal versuchen zu erklären. Also…

Was bedeutet responsives WebDesign?

Übersetzt heißt „responsive“ – ansprechbar. Also, ansprechbare Internetseite. Weitergeleitet könnte man also sagen, eine von allen gängigen Endgeräten ansprechbare Internetseite.
Eine responsive Internetseite ist also eine Seite, die sich dem Benutzer bzw. dem Endgerät (Computer, Tablet, Smartphone) anpasst und trotzdem die gleichen Inhalte der Seite anzeigt. Das Design und die Anordnungen können sich jedoch, je nach Endgerät verändern.

Gute Gründe für responsives WebDesign:

Google findet responsive gut
Google hat sich vor einigen Jahren für responsives Webdesign ausgesprochen. Der Vorteil liegt auf der Hand. Mit responsivem Webdesign gibt es nur eine Domain und die Adressen (Links) sind auch alle gleich. Das hat den Vorteil, dass gleiche Inhalte nicht mehrfach unter unterschiedlichen Links zu finden sind. Das mag google nämlich gar nicht. Und ein Link, der zu einem Inhalt führt, lässt sich auch viel einfacher crawlen und indexieren.

Eine Website ist auch sofort eine eigenständige SEO-Kampagne
Der Vorteil, dass man mit einem Link von allen Geräten zu den Inhalt kommt, hat auch im SEO-Bereich (SEO = Suchmaschinenoptimierung) Vorteile. Keine Duplikate bedeutet auch gleichzeitig, ein besseres Ranking.
Update: Mittlerweile ist es auch so, dass google responsive Internetseiten viel besser bewertet und somit auch besser rankt, als Seiten die eben kein responsives und benutzerfreundliches Design aufweisen. Wem es also wichtig ist, dass er in Suchmaschinen gut gefunden wird, der sollte unbedingt handeln.

Immer mehr Internetnutzer nutzen das Internet mit mobilen Geräten
Ein weiterer Punkt ist natürlich auch, dass immer mehr Menschen das Internet über mobile Geräte nutzen. Statistiken belegen einen rasanten Anstieg von mobilen Endgeräten im Internet.

Statistik: Anteil der Nutzer des mobilen Internets via Smartphone in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2013 | Statista
Mehr Statistiken finden Ihr bei Statista | Quelle: Accenture – Erhebung durch: Forsa (02.02.2015)

Also, gehen viele nicht mehr nur mit ihrem Computer ins Internet, sondern auch viel häufiger (zusätzlich) mit ihrem Smartphone oder Tablet. Mittlerweile besitzen auch immer mehr Browser eine Funktion (Synchronisierung), die es einfach möglich macht, seine Internetseiten überall zu verwenden. Das heißt natürlich auch, dass es einfacher ist, Artikel die man Computer angefangen hat zu lesen, am Tablet oder Smartphone zu Ende lesen zu können oder sich einfach durch die Synchronisationen seine Lesezeichen auf die verschiedenen Endgeräte zu synchronisieren.
Und interessante und übersichtliche Seiten werden auch öfters mit anderen geteilt oder zumindest wird die Seite mal gezeigt. Besucher sind auch länger responsive Internetseiten und sie besuchen die Seite häufiger.

Eine Webseite, die über alle Geräte erreichbar ist, ist leichter zu pflegen und macht weniger Arbeit
Für den Webdesigner ist es natürlich bedeutend einfacher, nur eine Seite zu pflegen, als mehrere getrennte Auftritte. Der Verwaltungs- und Pflegeaufwand ist von daher deutlich geringer und auch Wartungsarbeiten (Updates) werden dadurch minimiert.

Userfreundlichkeit schafft Reichweite
Wenn ich mit meiner Internetseite viele Internetnutzer mit den gleichen Inhalten ansprechen möchte, dann bietet sich ein responsives Design einfach an. Der Vorteil liegt einfach darin, dass User die Anwenderfreundlichkeit erstaunlich positiv annehmen. Eine responsive Internetseite wird länger genutzt. „Call to Action“-Funktionen (also z.B. Button mit der Aufforderung aktiv zu werden), werden häufiger angewendet, da sie responsive markanter wirken. Responsive Seiten werden, gerade wegen der Benutzerfreundlichkeit gerne geteilt und anderen gezeigt.
Und durch ein responsives Design kann man Benutzern von verschiedenen Endgeräten trotzdem auch etwas Besonderes anbieten, was wieder für einen positiven Effekt sorgen kann. (Ich habe z.B. mal ein Template eingebaut, dass hatte, wenn man die Seite über ein Smartphone besuchte, einen Call to Action – Button, der beim drauf klicken die Möglichkeit gab, entweder eine Visitenkarte in die eigenen Kontakte zu speichern oder direkt anzurufen. Ich denke das ist eine sehr praktische Funktion.)

Alternative – eine App? (kleiner Exkurs)

Mittlerweile gibt es ja auch einige Anbieter, die einem eine App zur Verfügung stellen, welche die Aufgabe hat, die Inhalte der Internetseite oder auch die Inhalte sozialer Netzwerke in einer App darzustellen. Das bedeutet: Im Prinzip hat man dann eine eigene App, wo der Inhalt der eigenen Webseite angezeigt wird.
Ich finde es schwierig zu beantworten, ob das Sinn macht. Man muss sich einfach überlegen und die Frage stellen: „Würde man so eine App regelmäßig und auf Dauer nutzen?“.
Ich mein, wenn ich überlegen müßte, ob ich jetzt meine Lieblingsseiten über meinen Smartphone-Browser besuche (übrigens, wann immer „ich“ möchte) oder ob ich für jede Internetseite, die ich mal besuche eine eigene App installiere, die mich dann vielleicht immer mal wieder mit Push-Nachrichten informiert oder irgendwann vielleicht auch nervt. Ich würde glaube ich, doch eher den Browser als Mittel wählen. Zumal ich natürlich auch gucken würde, welche Rechte die App dann wieder von mir einfordert. Ein weiterer Punkt ist natürlich, was man ja bereits im Internet lesen konnte, dass immer mehr Seiten solche Apps besitzen und derzeit wie die Pilze aus dem Boden schießen. Google hat mittlerweile reagiert und viele dieser Apps wieder gelöscht. Als Grund nannte google, dass es von jedem einzelnen ein eigenes Entwicklerkonto verlange.
Wie gesagt, im Prinzip muss ja jeder selbst entscheiden, ob eine App wirklich sinnvoll ist oder nicht. Genau so ja auch, ob eine responsive Seite nun Trend oder Notwendigkeit ist. Mir fehlt bzgl. App’s ein bisschen der Sinn, da man die Inhalte in der Regel auch immer anderweitig bekommen kann. Für den Inhalt der Internetseite bietet sich z.B. der RSS-Feeds (Hierzu kommt auch noch ein Artikel) an. RSS hat auch wieder den Vorteil, dass man auch weitere Seiten abonnieren kann. Auf Facebook klicke ich, wenn ich mehr Infos möchte, auf „gefällt mir“. Bei Twitter werde ich Follower, usw.
Also, bekomme ich, wenn ich möchte, alle aktuellen Meldung irgendwie und irgendwo angezeigt.

Gibt es auch Nachteile?

Auf meinen Recherchen wollte ich natürlich auch wissen, was es Negatives zu berichten gibt. Man könnte natürlich sagen, dass responsive Design mehr Dateien beinhaltet, dass man mehr JavaScript benötigt, dass Webseiten vielleicht länger laden und dass man mehr beachten muss. Ich denke mir aber, dass die Nachteile auch bei ganz normalen statischen Webseiten zu beachten sind und von daher finde ich eigentlich keine direkten Nachteile.
Auch wenn man z.B. sagt, man muss gucken wie die Internetseite auf den verschiedenen mobilen Geräten angezeigt wird, bin ich auch hier wieder der Meinung, dass man das auch bei allen anderen Seiten machen muss bzw. sollte.

Fazit

In meinen Augen ist responsives WebDesign unumgänglich geworden. Wer sich im Internet vernünftig repräsentieren möchte und alle Nutzer ansprechen möchte, der muss seine Seite einfach auch für alle Nutzer zugänglich machen. Natürlich ist der Zugang auch mit einer statischen Seite gegeben, allerdings eher mit negativen Effekten. Ziehen, Scrollen und das ständige Größe verändern ist für viele eher lästig, was zu Folge haben wird, dass man eine unübersichtliche statische Seite wahrscheinlich eher meidet und somit weniger besucht.
Preislich gesehen konnte ich eigentlich keine großen Unterschiede erkennen. WebDesign ist aber auch nicht immer WebDesign und so gibt es im Internet auch teils große Preisunterschiede. Responsives Design hat sich aber auch schon sehr durchgesetzt und es gibt mittlerweile auch viele Erleichterungen, um responsives Design günstig zu realisieren. Von daher sehe ich das Problem Geld eher nicht bzw. nicht mehr.

Responsives WebDesign macht vieles einfacher und es hat insgesamt positive Effekte auf die Besucher. Und ich glaube, das ist ja für jeden ein ganz wichtiger Punkt. Zufriedene Besucher! Und das heißt natürlich auch gleichzeitig mehr Reichweite.

Mit responsives Webdesign zu mehr Reichweite

Zuletzt geändert: 21. April 2015 um 10:07 Uhr von Pascal
Autor: Pascal
Pascal
Update: 7. April 201510:07
Artikel-Title: Mit responsives Webdesign zu mehr Reichweite

Wie hat Dir dieser Artikel gefallen?

1 Stern (schlecht)2 Sterne (geht so)3 Sterne (ok)4 Sterne (gut)5 Sterne (sehr gut) ( Stimmen: 2 | Durchschnittlich: 3,00 von 5)
Loading...

Möchtest Du das Rezept ausdrucken?

Artikel drucken Artikel drucken

War der Artikel interessant?
Dann erzähle doch Anderen davon:

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz
Pascal

Pascal

Pascal Doden ist Gründer des Projekts bzw. der Internetseite / des (V-)Blogs senfdazu.net.
Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Allerlei Themen wie Computer, Internet (u.A. darunter Themen wie Medien, Recht, Open Source, Web-Anwendungen, Homepage, Sozial Marketing), Engagement, Ehrenamt (Vereinsmanagement) und einiges mehr.
Eine weitere Leidenschaft ist das kochen. Für ihn ist es wichtig, mit möglichst frischen Zutaten und wenig Aufwand, möglichst viel zu erreichen. Dabei setzt er jedoch nicht immer unbedingt auf die Ästhetik der Gerichte.

Sein Anspruch - Gutes muss nicht immer komplex, perfekt und teuer sein. Manchmal ist zu viel, zu viel und manchmal auch zu wenig, zu wenig. Es kommt halt immer individuell drauf an.

Vorheriger Beitrag

Engagement – Was ist das eigentlich?

Nächster Beitrag

Tomatensuppe