Reiswaffeln mit süßem orientalischen Mus

Meine allererste Blogparade und gleichzeitig eine „Food Battle“. Ich bin echt begeistert, und das auch vom Ergebnis. Es ist total herausfordernd, mit nur 12 Zutaten auszukommen. 🙂
— Pascal

Das meine erste Blogparade auch gleichzeitig eine „Food Battle“ wird, hätte ich nun wirklich nicht gedacht. Aber, wie es der Zufall so wollte, wurde ich auf eine nette Anfrage in einer Facebook-Gruppe aufmerksam. Tina von tinainthemiddle.com lud zu einer Blogparade ein, die sie jedoch mit ein paar Spielregeln verknüpfte.
5 Teilnehmer kreieren eine Mahlzeit, egal für welche Tageszeit. Um das etwas interessanter zu gestalten, darf jeder der 5 Teilnehmer eine Zutat nennen. Diese 5 Zutaten „müssen“ in jedem Fall verwendet werden. Und zusätzlich, darf man auch nur maximal 12 Zutaten verwenden und „jede“ Komponente zählt als Zutat – also eine Prise Salz oder ein Schluck Wasser wären schon je eine Zutat.
Angetan von dieser Idee, habe ich mich direkt für die Food Battle angemeldet und gemeinsam mit Rin von rinchan-kyoto.blogspot.jp, mit Jana von anothergirlsbeautycase.de, mit Laura-Marie von einzelkämpferin.net und mit der Initiatorin Tina von tinainthemiddle.com, traten wir diese Herausforderung an.

Zu Beginn wählte jeder Teilnehmer eine Pflichtzutat aus und dabei kamen folgende Zutaten raus:

Reis, Rosinen, Rosmarin, Kichererbsen und Honig

Für mich stand schon vor der Battle fest, dass ich in jedem Fall etwas Süßes machen wollte. Allerdings hatte ich nach der Auswahl der Pflichtzutaten so meine Bedenken, da es nicht unbedingt Zutaten sind, die ich in Kuchen vermuten würde. Aber ich wollte auch kein warmes Gericht machen, da ich mir dachte, dass das zu naheliegend sei. Und man möchte ja etwas Ausgefalleneres machen. Ich war hin und her gerissen und ich hatte etwas Angst, ob meine Idee überhaupt funktionieren könnte. Aber ich wollte das Gericht einfach wagen. Deswegen habe ich kurzerhand einfach zwei Rezeptideen zubereitet. Bei dem einen wusste ich einfach, dass das funktioniert. Aber dieses hier, war echt ein bisschen schwer, da ich vieles nur im Kopf hatte und so gar nicht wusste, ob man z.B. Hefeteig mit Reis zubereiten kann und ob der Teig dann überhaupt aufgeht. Auch war mir fremd, wie man eine Sesampaste herstellt. Ich wußte zwar, dass da Öl rein kommt, aber nicht wieviel oder was noch.
Hier findet Ihr also jetzt das gewagte Rezept und weiter unten findet ihr auch das Video zum Rezept.
Und mein Notrezept, was ich jetzt hier vorgestellt hätte, wenn dieses nichts geworden wäre, gibt es halt nächste Woche als Bonus. 😀

Zubereitungszeit: so 60 min
( Zusatz – lange Vorbereitung: Nein | lange Gardauer: Nein)
Portionen: 4
Besondere Geräte: Stabmixer oder Mörser und Waffeleisen

Zutaten

1 Tüte (125g) gekochten Langkornreis
40-50g Rosinen
2-4 Zweige Rosmarin
1 Dose Kichererbsen
Honig (so 6 – 8 EL)

Sesam (geschält und/oder ungeschält)
1 Würfel frische Hefe (42g)
Milch
1TL Salz
250g Mehl
ca. 100g Fett (z.B. Rapsöl, Butter oder ähnliches)
Zimt

weitere Bilder

Alle Zutaten - Blogparade - Food Battle- Rezept Reiswaffeln mit süßen orientalischen Mus

alle Zutaten

fertige Ergebnis


Zubereitung

1Als Allererstes erstellt Ihr Euch mit dem Sesam ganz einfach eine Sesampaste. Dazu gebt Ihr 3-4 EL Sesam in eine Pfanne und röstet ihn ohne Fett oder ähnliches an. Danach gebt Ihr den heißen Sesam in einen Mörser und mahlt ihn mit dem Stößel. Fügt dann eine Prise Salz und Fett (vielleicht Rapsöl) hinzu und mörsert weiter. Gebt so viel Fett hinzu, dass es eine schöne homogene Masse ergibt. Wer keinen Mörser hat, kann auch einen tiefen Topf und einen Stabmixer verwenden. Ansonsten funktioniert es auch sehr gut mit einem Zerkleinerer. Ich habe es im Mörser probiert und es ging erstaunlich gut. Da ich allerdings 200g Sesam (für dieses Rezept viel zu viel, wie ich festgestellt habe. 😉 ) genommen habe, habe ich später den Zerkleinerer genommen. Ich habe vor einigen Jahren mal einen Vorgänger der jetzigen Braun MQ 5 – Reihe* gekauft. Der läuft immer noch und der Zerkleinerer ist echt der Hammer. Wenn Ihr den Zerkleinerer nutzen solltet, gebe ich Euch noch den Tipp, sofern Ihr eine körnige Textur haben möchtet. Nehmt nicht den ganzen Sesam. Sondern lasst etwas raus und rührt ihn nachdem Ihr die Paste erstellt habt, hinzu. Ich finde es irgendwie schöner.
Die Sesampaste stellt Ihr dann zum Abkühlen zur Seite.
2Nun kommt der Reis-Teig dran. Im Prinzip ist es ein ganz einfacher Hefeteig, bei dem ich einfach den gekochten Reis zugefügt habe. Ich hatte zwar etwas Angst gehabt, aber es funktioniert. 🙂 Für den Teig nehmt Ihr Euch einen kleinen Topf oder eine Tasse und bröselt die Hefe hinein. Dann gebt Ihr noch so ca. 3-4 EL Honig hinzu. Nun braucht Ihr nur noch solange rühren, bis alles flüssig ist. Am besten nehmt Ihr einen Plastiklöffel, da ich mal gehört habe, dass Hefe kein Metall mag. Dann nehmt Ihr Euch eine große Schüssel, gebt 250g Mehl, eine große Prise Salz (etwa einen nicht gehäuften Teelöffel), 50g Fett (vielleicht Butter), 150ml lauwarme Milch und den flüssigen Hefe-Honig hinzu und knetet alles zu einem Teig. Dann braucht Ihr nur noch den gekochten, aber auf Zimmertemperatur gebrachten, Reis hinzufügen. Nun legt Ihr ein sauberes Trockentuch über die Schüssel und stellt es an einem warmen Ort. (ca. 30 Minuten)
3Nun geht es mit dem Mus weiter. Da ich mal gehört habe, dass man Kichererbsen in jedem Fall einmal durchkochen sollte, kochen wir die Kichererbsen in einem kleinen Topf mit Wasser, einmal bei starker Hitze ca. 6-10 Minuten durch. (In diesem Fall ist Wasser keine Zutat, sondern dient nur der Tötung von Keimen. 🙂 ) Die heißen Kichererbsen gebt Ihr dann (ohne dem Wasser) in einen tiefen Topf und püriert sie durch. Wenn Ihr merkt, dass es zu trocken ist, gebt Ihr 2-3 EL Sesampaste hinzu und da wir ja Milch nutzen dürfen, auch Milch. Zusätzlich gebt Ihr während des Pürier-Vorgangs noch 2-3TL Zimt und 2-4 EL Honig hinzu. Püriert nun solange, bis Ihr eine dickflüssige, homogene Maße erhaltet. Wenn es zu trocken ist, gebt Ihr einfach mehr Milch hinzu. Das Mus soll von der Konsistenz ähnlich wie ein Dip werden. Nun hacken wir die Rosinen und den Rosmarin nach Belieben und geben die Zutaten zum Mus. Jetzt nochmal abschmecken und bei Bedarf noch mehr Zimt, Honig oder vielleicht sogar auch Sesampaste hinzufügen. Ist das erledigt, stellen wir das Mus zum Abkühlen beiseite oder wenn es schneller gehen soll, in den Kühlschrank.
4Theoretisch sollten 30 Minuten um sein. Also Zeit, um mal nach dem Reiswaffelteig zu schauen. Der Waffelteig sollte in jedem Fall hoch gegangen sein. Nicht so hoch, dass er bis zum Trockentuch kommt, aber sichtbar hoch. Wenn das der Fall ist, könnt Ihr anfangen die Reiswaffeln zuzubereiten. Wir heizen das Waffeleisen auf und sobald es heiß ist, fetten wir die Platten mit ein bisschen Fett ein und geben nach Belieben Teig in die Mitte der Platte und backen den Teig hellbraun durch. Ich habe immer so 1 bis 1 1/2 gehäufte Esslöffel Teig pro Waffel genommen. Ich wollte aber auch eher kleinere Waffeln haben. Und ich habe auch das Glück, dass ich einen Doppel-Herzwaffeleisen von Tefal* besitze und somit einiges an Zeit spare. Testet einfach mal selbst aus. Viel falsch machen kann man da nicht. Was ich aber festgestellt habe. Backt man die Waffel sehr bzw. zu braun, dann werden die Waffeln eher hart. Das finde ich persönlich auch mal ganz nett (endlich mal mehr beißen und kauen), aber anbieten würde ich die Waffeln so eher nicht.
Wenn Ihr die Waffeln gebacken habt, geht es an das anrichten. Den Mus nochmal kurz abschmecken und dann….
Guten Appetit 🙂

Fazit

Meine erste Blogparade und ich fand mein Ergebnis ziemlich interessant. Die Reiswaffeln finde ich sehr lecker. Beim Mus allerdings fehlen mir einige Zutaten.
Ich habe jetzt nochmal gelesen und in der Sesampaste fehlt definitiv Zitronensaft. Und somit fehlte auch dem Mus ein gewisse Säure oder auch einen fruchtigen Tatsch. Ich würde in jedem Fall noch frischen Zitronensaft hinzufügen. Bestimmt würden auch gut Feigen und Nüsse (z.B. Pistazien) passen.
Bei den Reiswaffeln würde ich dagegen nicht viel verändern. Vielleicht etwas Vanille, damit die Waffeln in diese Richtung gehen. Aber ansonsten finde ich die Variante ziemlich gut.
Anfangs hatte ich ja echt bedenken, ob ich die 5 Pflichtzutaten unter einen Hut bekomme. Jetzt wo alles erledigt ist, kann ich sagen, dass ich eher das Problem hatte, dass ich nicht über die maximale Zahl von 12 Zutaten komme.
Naja… 😀 Ich gebe es ja zu. Vielleicht habe ich mir mit der Zutat „Fett“ etwas mehr Spielraum geschaffen. Allerdings konnte ich mir in dem Moment der Zubereitung, weder Butter in der Sesam-Paste vorstellen, noch Raps-Öl im Hefeteig. Deswegen habe ich einfach bei dem Einen, dass eine Fett und bei dem Anderen das andere Fett genommen. Mittlerweile bin ich aber sehr davon überzeugt, dass garantiert auch nur eine Fett-Zutat funktioniert hätte. Der Hefeteig wird auch hundertprozentig mit Rapsöl funktionieren. Ich hatte aber gehofft, dass ich in der Waffel einen bisschen Buttergeschmack rein bekomme, was sowieso nicht funktioniert hatte. Ich hoffe, dass Ihr da ein Auge zu drückt. 😉

Ansonsten kann ich nur sagen, dass mir die Food Battle wirklich richtig Spaß gemacht hat.
Vielen lieben Dank an Tina, für die super Idee und natürlich auch vielen Dank an die lieben und netten Teilnehmerinnen. Ihre tollen Ergebnisse könnt Ihr weiter unten bei Link-Tipp sehen, wo ich Euch alle wichtigen Informationen rein geschrieben habe. Anschauen lohnt in jedem Fall – kann ich also nur empfehlen.


Probiert dies Rezept doch mal aus und schreibt mir Eurer Eindruck in die Kommentare. 🙂 Ich würde mich freuen.

Link-Tipp!!!

5 Teilnehmer, 5 Pflichtzutaten und 5 total unterschiedliche und interessante Ergebnisse:
Sesam-Reispuddig mit Macadamia Shortbread von Rin

Rosinen-Reis und Petersilien-Kichererbsenpüree von Jana

Reiswaffeln mit süßem orientalischen Mus von Pascal (seht ihr ja oben) 😉

Küchlein mit Heeni (Honig) Topping und Rosmarin-Zucker (Artikel leider weg) von Laura-Marie

Süßer Reisauflauf mit Kichererbsen- und Rum-Rosinen-Eis von Tina

Schaut Euch an, was die anderen vier Teilnehmer so gezaubert haben.
Ich kann es nur empfehlen…

Die 5 Teilnehmer der Food Battle


Video auf YouTube schauen

Lizenzinformationen: siehe Impressum

Food Battle – Reiswaffeln mit süßem orientalischen Mus

Zuletzt geändert: 10. Februar 2017 um 10:37 Uhr von Pascal
Autor: Pascal
Pascal
Update: 5. Juni 201510:37
Artikel-Title: Food Battle – Reiswaffeln mit süßem orientalischen Mus

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10 Kommentare auf "Food Battle – Reiswaffeln mit süßem orientalischen Mus"

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[…] mit Macadamia-Cookies Honig-Rosmarin-Hähnchen mit Rosinen-Reis und Petersilien-Kichererbsen-Püree Reiswaffeln mit süßem orientalischen Mus Küchlein oder Kaiserschmarn mit Rosmarin-Zucker & […]

Einzelkämpferin
Gast

Gekochter Reis in Teigen soll das ganze saftiger und lockerer machen, das geht wohl auch mit Kartoffeln ganz gut ^^
Bei mir das nicht so, aber ich kann auch leider kein Weizenmehl verwenden wegen Gluten 😀
Werde mir aber für Reis-Waffeln was anderes überlegen, weil Waffeln einfach immer voll geil sind 😀

trackback

[…] Shortbread Jana – Honig-Rosmarin-Hänchen mit Rosinen-Reis und Petersilien-Kichererbsenpüree Pascal – Reiswaffeln mit süßen orientalischen Mus Laura-Marie – Küchlein mit Heeni (Honig) […]

Jana
Gast

Wow, bei dem Rezept hätte ich auch Schwierigkeiten mit den 12 Zutaten bekommen! Deswegen habe ich ja auch gekocht, statt zu backen, da ist man ein bisschen flexibler! Waffeln aus Hefeteig sind bei mir leider noch nie was geworden, aber dein Rezept reizt mich schon sehr und ich müsste auch alle Zutaten im Haus haben. Meinst du, es funktioniert auch mit Milchreis?

Liebe Grüße ♡

Rin
Gast

Wow, das Video ist echt super geworden!
Respekt!
Und auch das Rezept hoert sich super an. Waffeln sind immer gut 😛

LG Rin

Tina
Gast

Ein sehr schöner Beitrag und ein echt cooles Video 😉
LG, Tina

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Pascal

Pascal

Pascal Doden ist Gründer des Projekts bzw. der Internetseite / des (V-)Blogs senfdazu.net.
Er beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Allerlei Themen wie Computer, Internet (u.A. darunter Themen wie Medien, Recht, Open Source, Web-Anwendungen, Homepage, Sozial Marketing), Engagement, Ehrenamt (Vereinsmanagement) und einiges mehr.
Eine weitere Leidenschaft ist das kochen. Für ihn ist es wichtig, mit möglichst frischen Zutaten und wenig Aufwand, möglichst viel zu erreichen. Dabei setzt er jedoch nicht immer unbedingt auf die Ästhetik der Gerichte.

Sein Anspruch - Gutes muss nicht immer komplex, perfekt und teuer sein. Manchmal ist zu viel, zu viel und manchmal auch zu wenig, zu wenig. Es kommt halt immer individuell drauf an.

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